Seminar

Rheologische Auslegung von Extrusionswerkzeugen

mit Teilnahmebescheinigung

Rheologische Auslegung von Extrusionswerkzeugen - Praxisworkshop

Ob Rohre, Stangen, Platten, Folien, Blasfolien oder ­komplexe Profile: Je nach Produktform werden in der Extrusion ­verschiedene Werkzeugtypen eingesetzt. Diese tragen einen hohen Anteil an der Produktqualität. Die Auslegung der ­Extrusionswerkzeuge wird allerdings durch das nicht-­newtonsche, thermisch empfindliche Verhalten der Schmelze enorm erschwert.

Dieses Seminar vermittelt Ihnen in praktischen Beispielen einen vertiefenden Einblick in die ­Simulation des Extrusionsprozesses. Sie lernen in diesem Workshop die formalisierte Durchführung

  • von komplexen FEM-Berechnungen
  • der rheologischen Auswertung der Ergebnisse
  • der Optimierung der Fließkanalform

Nach Abschluss der Weiterbildung sind Sie in der Lage, Simulations­verfahren in der rheologischen Auslegung von Extrusionswerkzeugen zu verstehen, anzuwenden und zu bewerten. Unter Ausnutzung des technischen und wirtschaftlichen Optimierungspotenzials reduzieren Sie die Her­stellungsdauer und -kosten beim Werkzeugbau (z.B. durch Abbau der Einfahrversuche) und verbessern die ­Produktqualität bei der Halbzeugherstellung (z.B. in Form spannungsfreier ­Halbzeuge). Als Kunststoffverarbeiter verlangen Sie den Nachweis für Ihre Düse. Nutzen Sie den mit diesem Seminar gewonnenen Vorsprung vor dem Wettbewerb aus!

Top Themen

  • Prozess- und werkstoffgerechte Auslegung von Extrusionswerkzeugen mit Finite-Element-Methoden
  • Prinzipien der rheologischen Werkzeugauslegung für den Werkzeugbauer
  • Einfluss der Materialkennwerte auf die Auslegung
  • Analytische und FEM-Berechnung einfacher und komplexer Kanalformen
  • Auswertung von Berechnungsergebnissen im Postprozessor
  • Optimierung der Kanalform nach strömungstechnischen und thermischen Anforderungen

Ablauf des Seminars "Rheologische Auslegung von Extrusionswerkzeugen"

Erfahren Sie im Seminar "Rheologische Auslegung von Extrusionswerkzeugen" mehr zu folgenden Themen:

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Programmablauf

Einführung in die rheologische Werkzeugauslegung

  • Überblick der Werkzeugtypen in der Extrusion
  • Bekannte Berechnungsmethoden mit ihren Vor- und Nachteilen
  • Analytische Berechnung einfacher Kanalformen (Grundauslegung)
  • 3D-Strömungssimulationen

Einführung in die FEM-Software

  • Netzgenerator/Präprozessor
  • Solver/Löser
  • Postprozessor
  • Schnittstellen CAD-FEM
  • Marktübersicht der FEM-Systeme
  • Vorstellung der Optimierungssoftware INIX

Simulation als Nachweis für den Kunststoffverarbeiter

  • Gestiegene Anforderungen an die Extrusionswerkzeuge
  • Workflow für die rheologische Auslegung
  • Simulationsergebnisse richtig interpretieren

Einfluss der Materialdaten auf die Werkzeugauslegung

  • Bestimmung der Viskosität von Kunststoffschmelzen
  • Fließansätze und die Temperaturverschiebung: Potenzansatz, Carreau, Carreau-Yasuda
  • CARPOW-Ansatz: Vorstellung eines neuen Materialmodells für gefüllte Schmelzen

Simulation der Extrusion von hochgefüllten Kunststoffen und neue Erkenntnisse über ihr rheologisches Verhalten

  • Einfluss des Gelgehalts der teilvernetzen Elastomerpartikel auf TPE Eigenschaften
  • Werkzeugauslegung für verschiedene Gelgehalte mit dem CARPOW-Ansatz

Vorbereitung und Anpassung der Materialdaten für die ­Simulationen

  • Verwendung von Materialdatenbanken
  • Approximation der Daten
  • Materialmodelle und die Schmelzeverteilung im Fließkanal

Extrusionswerkzeuge in der Wolke: Cloud-Computing

  • CloudFlow Projekt
  • Numerische Auslegung von Breitschlitzdüsen unter ­Berücksichtigung der Aufbiegung
  • Anpassung der Fließkanalform

Foliendefekte und Fehlerursachen in Kunststoff­mehrschichtverbunden

  • Fließinstabilitäten an der Schichtgrenze bei Ein- Mehrschichtextrusion
  • Fehlstellen in Folien: Stippen/Gels/Fish-eyes, Linien und Trübung
  • Innere Spannungen: Wrinkels (Hühnerleitern) und Curling

Tipps und Tricks aus der Praxis der Simulation

  • Effizienter Einsatz des Netzgenerators
  • Verfahrensparameter und die Simulation
  • Die optimale Konvergenz
  • Sinnvolle Auswertung und das Aufspüren der Schwachstellen im Kanal

Simulation und Optimierung der von den Teilnehmern
mitgebrachten 3D-CAD Modelle (Auswahl)

Zielgruppe

Das Seminar "Rheologische Auslegung von Extrusionswerkzeugen" richtet sich an Ingenieure und Techniker in der Konstruktion, Entwicklung und Fertigung von extrudierten Kunststoffbauteilen und -halbzeugen

Ihr Referent für das Seminar "Rheologische Auslegung von Extrusionswerkzeugen":

Dipl.-Ing. Andreas Sobotta, Geschäftsführer,
INO - Ingenieurbüro für Numerische, Aachen

Herr Dipl.-Ing. Andreas Sobotta studierte Maschinenbau/Wärmetechnik in Breslau und Maschinenbau/Konstruktion und Entwicklung an der RWTH Aachen. Für das Fraunhofer Institut untersuchte er numerisch das thermische Verhalten von Kunststoff­elementen in Lasersystemen. Anschließend entwickelte er Extrusionswerkzeuge und führte in einer Zusammenarbeit mit dem IKV FEM-Berechnungen für die Werkzeugauslegung in der Industrie ein. 1995 gründete er das Ingenieurbüro INO in Aachen und implementierte INIX, die Simulationssoftware für Extrusionswerkzeuge, mit der er rheologisch optimierte Werkzeugsysteme entwickelt. Herr Sobotta ist auch als Berater und Gutachter für die Extrusionsbranche tätig.

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Veranstaltungsnummer : 03SE021

Rheologische Auslegung von Extrusionswerkzeugen

Nürnberg,

Congress Hotel Mercure Nürnberg an der Messe*

Münchener Str. 283,
90471 Nürnberg
+49 911/9465-0 zur Webseite

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Veranstaltungsnummer : 03SE021

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